Trainingslager 2008
war erholsam und sehr schön...
In diesem Jahr wollten wir mal ein Trainingslager "ohne" Training durchführen.
Es waren nur Schachturniere, andere Spiele und viel Spaß angesagt.
Trotzdem lernten einige viele neues bei den Analysen der Partien...
Unser Betreuerstab (Diana Tscheuschner, Christina Schultze, Rico Buczko,
Gerhard Mietzelfeldt, Andre Bara, Xiaocong Tong und Michael Rätsch) begrüßten am Anreisetag über 40 Kinder und deren Eltern zum "Einchecken" mit anschließendem gemeinsamen Kaffe- und Kuchenvertilgen... Hier schon mal ein Dankeschön an alle Eltern die fleißig Kuchen gebacken haben! Leider konnte Rico Buczko nicht bleiben (verhindert durch die bekannte billige Ausrede "Ich muss arbeiten" ..., aber im Vorfeld hat er großen Anteil an der Gesamtorganisation!Die Unterkunft... Zum ersten Mal bezogen wir im Haus Seeblick Quartier.
Fast das gesamte Haus (3 Etagen) stand uns zur Verfügung. Schnell bezogen die Kinder (überwiegend durch Mithilfe ihrer Eltern) ihre Zimmer. Es gab 2-4 Bettzimmer, was nicht bei allen Kindern auf Zustimmung stieß. Sie hätten lieber gern zu fünft oder sechst auf einem Zimmer kampiert. Andere wiederum fanden es sehr schön, erholsam und ruhig... , vor allem die Betreuer!
Nach dem alle Eltern das Weite gesucht hatten, trommelten wir die Kinder das 1.Mal zusammen. Einweisung (Hausordnung) stand auf dem Programm.
Normalschachturnier... Gleich am Anreisetag begann am Nachmittag das Hauptturnier (Normalschach). Hier wurde in 5 gleichstarken Gruppen gespielt. Bedenkzeit war 1 Stunde pro Nase, bei den Kleinen waren es 30 Minuten.
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Die Gruppen... Grün-A, Grün-B, Gelb-A, Gelb-B spielten im Rundenturnier (jeweils 6 Teilnehmer) und die Gruppe Rot spielte 7 Runden im Schweizer System. Die Gruppe Rot (die Kleinen) spielten ihre Turniere in der 2.Etage, im großen Raum 202 mit der Theaterbühne, alle anderen in der 1.Etage, im Clubraum.
Gegen 18:00 Uhr, die ersten Siege oder Niederlagen waren perfekt, marschierten wir gemeinsam zum Abendbrot in die extra für uns reservierte "Pilzstube". Nach dem Abendessen war eine Stunde Ausruhen.... , weniger aber für Gerhard Mietzelfeldt, denn sein "Tante-Emma-Laden" musste wegen starken Andrang schon mal öffnen. Hier gab es Getränke, Süßigkeiten und allerlei Sonstiges für unsere kleinen und großen Naschkatzen und Naschkater.
Das Blitzturnier ... André Bara installierte in der Zwischenzeit die notwendige Technik für das anstehende Blitzturnier. Nach dem Turnier ( es war schon sehr spät) ging es im Anschluss gleich ins Bett.
Die Siegerehrungen erfolgten nach Beendigung eines Turniers immer einen Tag später.
Für alle Siegerehrungen wurde extra der Raum 005 hergerichtet.
So brauchten wir nicht wie im Vorjahr fast 3 Stunden nur für die Siegerehrung am letzten Tag...
Wecken ... war jeden Tag gegen 7.30 Uhr und im Anschluss gingen wir gegen 8.00 Uhr zum Frühstück. Mittag war immer gegen 12:00 Uhr und das Abendbrot nahmen wir immer so gegen 18:00 Uhr ein.
Schnellschach...Das Schnellschachturnier begann am Montagmorgen. Mit 15 Minuten Bedenkzeit wurde 7 Runden im Schweizer System gespielt, zunächst erst 4 Runden und die restliche drei Runden wurden am Dienstag absolviert. Gespielt wurde in einer Gesamtgruppe und die Auswertung erfolgte am Ende in den Farbgruppen (siehe Turnierergebnisse).
Viel Freizeit... Die Woche über gab es viel Freizeit. Die Jungs der grünen A-Gruppe (Georg, Oliver, Paul und Max) organisierten ein Tischtennisturnier, ein Fußballturner und ein Volleyballturnier. Sie hängten an der Wandzeitung die Listen aus und Jeder konnte sich eintragen. Schon am Montag starteten die ersten TT- Vergleichskämpfe in Vorrunden. Andere erkundeten die Gegend oder spielten ungebremst Schach...
Schnippseljagt... Hendrik und Peer organisierten in Eigenregie eine Schnippseljagt für die Kleinen, an der auch viele Große teilnahmen. Wer findet zuerst den Schatz und wo ist er versteckt? Quer durch das nahe gelegene Waldgebiet liefen wir von Schnippsel zu Schnippsel und fanden nach einer guten Stunde Bewegung im Wald das Ziel. Der Schatz wurde im Haus Seeblick in der "Medizinischen Abteilung" gefunden und war eine große Kiste voller Süßigkeiten!
Baden ... Wenn es das Wetter erlaubte, gab es feste Badezeiten. Viele nutzen natürlich die Gelegenheit und stürzten sich in die Fluten. Diesmal hielten sich fast alle an die Regeln und es gab nur wenige Kinder die einmal mit Badeverbot belegt werden musste. Danilo (letztes Jahr hatte er die meisten Badeverbote) hingegen hat sich in diesem Jahr total von seiner "1A-Seite" mit Sternchen gezeigt!
Eine Bootsfahrt die ist lustig... so hieß es auch in diesem Jahr. Die Kleinen (Gruppe Rot) unternahmen mit dem Dampfer eine Rundfahrt auf dem Hölzernen See. Jeder durfte dabei mal als Steuermann fungieren. Die großen durften erst Wetterbedingt einen Tag später mit den Booten (Ruderboote , Kanus und Kajaks) aufs "Hölzerne Meer" hinaus. Hier habe ich auch einige Schnappschüsse schießen können. An diesem Tag war es zwar schöner aber dennoch merklich kühl. Trotzdem durften alle vom Boot aus ins Wasser springen und am Schluss konnten und wollten die meisten dann auch ans Land schwimmen.
Radtour mit Hindernissen...
In 2 Gruppen (Große und Kleine) wollte wir vom Hölzernen See zum Frauensee radeln.
Angekommen sind nur die Großen in Begleitung von Michael Rätsch und Xiaocong Tong.
Für die Kleinen war es wohl eher ein "Alptraum"... bedingt durch den sandigen Waldweg und schlechte Fahrräder (ohne Werkzeug). Dabei kam dann noch heraus das 3 Kinder noch wenig bis gar nicht Fahrrad fahren konnten... Sie nahmen also notgedrungen eine RIESIGE Abkürzung und waren wohl nicht lange unterwegs, durften aber dann am Hölzernen See ausgiebig baden.
Auch bei den Großen gab es durch die sandige Strecke Schwierigkeiten. Viele Stürze waren die Folge, Gott sei Dank aber ohne größere Blessuren. Bei einigen gab es technische Probleme am Fahrzeug. So musste ich bei Joels Fahrrad ständig die Kette wieder auflegen... alles ohne Werkzeug. Schließlich haben wir den Frauensee erreicht und stürzten uns bei Sonnenschein ins Wasser. Auf der Rücktour schlugen wir einen anderen, längeren aber besseren Weg ein.
Den letzten Kilometer wurde Joel gezogen und geschoben... die Kette hatte die Arbeit gänzlich eingestellt. Kurz nach 18:00 Uhr erreichten wir die Unterkunft und wir konnten gleich das wohlverdiente Abendbrot einnehmen.Nachtwanderung ... Ich weiß gar nicht mehr wann die Nachtwanderung war. Jedenfalls war es Stockdunkel und es ging tief in den Wald hinein. Gerhard Mietzelfeldt war der "Reiseleiter" und erzählte unterwegs viele Geschichten über das Naturschutzgebiet. Mitten im Wald fanden wir Bänke und einen Tisch (natürlich aus Holz). Hier ließen wir uns im Schein vieler Taschenlampen nieder und Gerhard las das Märchen "Das Ofenmännlein" vor. Angezogen durch das Licht der Taschenlampen begannen Mücken und anderes Getier zur Plage zu werden. Gerhard wurde sichtlich zum Opfer dieser kleinen netten Lebewesen, aber er hielt tapfer durch!
Auf dem Rückweg versperrte uns ein großer Zaun den Einlass ins Lager. Für uns Alle natürlich kein Hindernis, schon gar nicht für unseren Gerhard. Mit einer sportlichen Einlage überwand er ohne Mühe diese Hürde und er erinnerte uns an die Olympiade die zeitgleich in Peking stattfand.Tandemturnier... Wer nicht an er Nachtwanderung teilnehmen wollte, spielte mit André Bara beim Tandemturnier mit. Wer gewonnen hat? Gute Frage, nächste Frage!
Kino... diesmal gab es nur einen Film für die Großen und einen Film für die Kleinen zu sehen.
Die großen wollten sich noch einmal (wie im Vorjahr) bei "Mr. Bean" totlachen. Die kleinen amüsierten sich köstlich bei den tollen Kinderfilm "Die Superstrolche"Vortrag... Sehr gut kam auch der Vortrag (eigens erstellt mit Powerpoint) über die großen der Schachgeschichte an. Fast 90 Minuten, trotzdem aber kurzweilig, stellte ich alle gekrönten und ungekrönten Schachweltmeister vor. Viele kleine Geschichten ergänzten den Vortrag und alle die einige Weltmeister schon kannten, konnten sozusagen "interaktiv" mit gestalten.
Fußballturnier... Als Schiedsrichter eine Höllenaufgabe für mich. Wie erwartet kämpften die Jungs, aufgeteilt in 4 Mannschaften, verbissen um die Plätze. Größter Gegner aber war wohl der Zustand des Platzes mit viel viel Sand und die dabei aufsteigende Wut einiger Spieler die bei den sogenannten "Buddlern" nicht durchkamen und oft im Sand stecken blieben. Einzig allein zog "Fußballgott" Joel seine Kreise und zerlegte fast im Alleingang die gegnerischen Mannschaften. Schade nur, das nur bei wenigen hier der Spaß im Vordergrund stand.
Tischtennis... Das Tischtennisturnier wurde zunächst in Vorrunden gespielt.
Am Ende blieben 4 Spieler übrig die im Halb- und Finale die Plätze 1-3 ausfochten.
Im ersten Halbfinale unterlag Oliver Fartmann gegen Georg Tscheuschner und Max Kümpfel unterlag Paul Spilke. Das große Finale hieß nun Paul Spilke gegen Oliver Fartmann. Fünf Sätze mussten herhalten um den Sieger zu ermitteln. Nach 4 Sätzen stand es also 2:2 und der Entscheidungssatz musste her. Am Ende siegte knapp, aber wohl verdient Paul Spilke!Volleyball... Zum Volleyballturnier hatten sich 3 Mannschaften gefunden. Sieger
wurden hier die Mannschaft von Georg Tscheuschner mit Joel, Markus und Robert Kramer.Basketball... Zum Basketball- Körbewerfen kämpften nur 3 Mädchen unter der Regie von André Bara um den hübschen Basketballpokal. Am Ende warf Laura die meisten Körbe!
Tolle Auftritte auf der Bühne...
Am Nachmittag fanden die Vorführungen der einzelnen Gruppen auf der Bühne im Raum 202 statt. Die Woche über sollte sich jede Gruppe einen kleinen Sketch oder ähnliches einfallen lassen und dann zum Besten geben. Trotz der kurzen Vorbereitungszeit wurden tolle Darbietungen geboten.
Diana führe mit den Mädchen einen "Kaugummisketch" auf, sozusagen aus aktuellem Anlass... Viele Kaugummis der Kinder fanden wohl den Weg in den Abfalleimer nicht, dafür wurden sie aber, da wo Platz war, einfach "Zwischengeparkt".
Gerhard führte mit der Gruppe Gelb (mit Verkleidung) ein tolles Schachgedicht in Reimen (Vorstellung der einzelnen Figuren) auf. Die ganz Kleinen sangen tolle Lieder, wobei Marcel einen Einzelauftritt mit dem Lied "Anna traf Karl am Panamakanal" hatte. Die anderen sangen "Bruder Jakob" in verschiedenen sprachen. Bemerkenswert war, das sie sich alle ohne Anleitung der Erwachsenen vorbereitet hatten!
Als Vertreter der Grünen Gruppe spielte Benjamin Reischauer mit Robert Kramer, Laura Tscheuschner und Michael Rätsch einen lustige Sketch. Erwin (Benjamin) schrieb einen Brief an seine Frau (Laura) die gerade bei der Kur weilt und schilderte was sich zu Hause alles in der Zwischenzeit so ereignet hatte. Am Ende bekam seine Frau den Brief vom Postboten (Robert) überreicht und viel in Ohnmacht... Benjamin hat langsam und mit echt lustiger Betonung den Brief "geschrieben" und allen Zuschauern vorgelesen. Hat er wirklich ganz toll gemacht! Zwischendurch ist er immer von seinem Freund Paul (Michael Rätsch) telefonisch unterbrochen worden, wo er denn bliebe, man wolle schließlich Skat spielen.
Ich hätte nicht gedacht, dass das alles so gut klappen würde! Leider war keine Videokamera vorhanden. Ein echter Verlust für die Nachwelt. Immerhin gibt es aber ein paar Fotos.Die Medizinische Abteilung... hatte die Woche alle Hände voll zu tun und war fast rund um die Uhr im Dauersondereinsatz um Wehwehchen, Blessuren und größere Verletzungen
zu behandeln. So viele Verletzungen gab es in den gesamten Trainingslagern der Vorjahre nicht. Folgende Fälle sind mir bekannt geworden:
- Oliver Poetsch hat sich am Schilf den Finger aufgeschnitten... Blut pur!
- Oliver Fartmann bekam beim Baden eine Ladung Sand in die Augen... Vorübergehende Blindheit
- Manuel Bernhard hat sich an den Zehen wehgetan (Zehnnagel) ... Das tut weh
- Lukas Schultze hat sich das Becken aufgeschürft... Becken sitzt noch am richtigen Platz
- Lukas Tong wurde durch eine geschleuderte Jacke am Ohr verletzt... Salbe hat geholfen
- Michael Rätsch wurde von einer Wespe gestochen... Selbstbehandlung durch Kühlung
Grillabend... "Das Wetter hält!" Das war schon mal die wichtigste Nachricht. Alle Kids wurden ins umliegende Gehölz geschickt um für das Lagerfeuer fleißig Holz zu sammeln. Einige schleppten ja da fast ganze Bäume an... In der Zwischenzeit kümmerten sich die ganz großen (Hendrik und Peer) um den Grill. Es dauerte auch nicht lange und die erste Würste und Buletten waren fertig. Nach dem Grillschmaus gab es noch ein paar kleine Auszeichnungen und für Jeden Teilnehmer einen Erinnerungspokal. Im Anschluss wurde das Feuer entfacht ..
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Folgende Sonderdiplome der lustigen Art wurden von Christina und Diana vergeben:
"Nichts mitmachen können- aber trotzdem tapfer lächeln-Diplom" für Jost
"Freundschaftshilfediplom" für Georg und Oliver
"Ruderpatent" für Gerhard
"Schokoholikersonderdiplom" für Georg Siegemund
"Schnitzeljagtlastminutdiplom" für Hendrik Schalge + Peer Hartmann
Ich hoffe den meisten Kindern hat das Trainingslager riesigen Spaß gemacht. Im nächsten Jahr wird (auch auf Wunsch der Kinder) wieder strammes Training auf dem Plan stehen.
Ein großes Dankeschön an alle die zum Erfolg des Trainingslagers beigetragen haben!!Euer
Michael RätschHier nun alle Tabellen der Turniere und die Fotogalerien:
1.Schach 2. Fußball 3. Tischtennis