Unser Schachlager in Waldeck (Hessen)

23.6.-31.6.99

Hallo Schachfreunde! Von uns, also vom Verein Grün-Weiss Baumschulenweg waren vier Leute, nämlich Tristan, Florian, Tino und Chris im Schachferienlager der DSJ (Deutsche Schachjugend).

Die vier Berliner: Tristan, Florian, Tino und Chris

Wir haben dort in einer Jugendherberge am Berghang direkt über dem Edersee gewohnt.

Blick vom Edersee zur Jugendherberge

Es waren Schachspieler aus ganz Deutschland da. Aus Hamburg, Erfurt und natürlich wir vier aus Berlin. Insgesamt waren wir so um die vierzig Leute. Unsere Betreuer waren richtig super: "Pinne" (16) aus Hamburg, der sich einfach nie von seiner Mütze trennen wollte, "Paddy" (17) auch aus Hamburg, der ein sehr guter Freund von Pinne ist, Khalid (16), ein Halbmarokkaner aus Edermünde/ Grifte in der Nähe von Kassel und " last but not least" Ulla (20) aus Espenau auch in der Nähe von Kassel, die sich eine Blutvergiftung durch einen Bremsenstich zuzog.

vlnr.: Pinne, Paddy, Ulla und Khalid

So schön wie das Ferienlager auch war, die Hinfahrt war sehr stressig. Wir fuhren neun Stunden, nicht Autobahn, sondern Landstraße. Aber zum Glück war das Auto der Eltern von Chris, die uns hinfuhren, groß genug, so daß wir uns während der Fahrt auch ein wenig bewegen konnten. Um 17.00 Uhr kamen wir schließlich erschöpft in Waldeck an.

Schöne Impressionen vom Edersee

Am nächsten Tag haben wir mit unseren Betreuern noch nichts unternommen, da nur Khalid und Ulla da waren, Pinne und Paddy aber erst am nachmittag eintrafen. Aber wir hatten sehr viel Freiraum und konnten uns auch so beschäftigen, da an diesem Wochenende gerade das Ederfest statt fand. Dort konnte man Go-Kart fahren, Fahrradfahren, Basketball spielen, sich richtig dick und rund futtern, gute Musik hören und vieles mehr. Außerdem haben wir in der Herberge noch Tischfußball und Tischtennis gespielt.

Tristan und Chris beim Tischfußball, Tino als Zuschauer

Im Rahmen des Ederseefestes fand außerdem noch ein "Tag der offenen Tür" bei der Feuerwehr, bei der Polizei, beim THW und beim DRK statt. Leider verstauchte sich Chris an diesem Nachmittag beim Fußballspielen den Fuß und mußte ins Krankenhaus, so daß er das grandiose Feuerwerk abends am See nicht miterleben konnte. Er kam aber zum Glück in der Nacht zurück.

Am zweiten vollen Tag waren wir auf der Sommerrodelbahn und hatten viel Spaß. Nachmittags machten wir mit unseren Betreuern Kennenlernspiele, die wir teilweise etwas blöd fanden. Natürlich gingen wir auch noch mal zum Ederseefest, das heute das letzte mal für dieses Jahr seine Tore öffnete.

Am Montag spielten wir vormittags mit unseren Betreuern Fußball und Beachvolleyball. Am Nachmittag gingen wir im Edersee baden, blieben aber nicht lange im Wasser, weil es sehr kalt war. Abends lasen uns dann Pinne und Paddy lustige Gute-Nacht-Geschichten vom kleinen Nick vor.

Gute-Nacht-Geschichte im Flur

Am Dienstag machten wir dann mit unseren Betreuern eine Schloßbesichtigung der "Ederseefestung", die auf einem Berg über dem Edersee liegt. Vor allem der 100m tiefe Brunnen, an dem Gefangene 10 Jahre lang gegraben haben, hat uns allen gut gefallen.

Schloß Waldeck am Edersee

Danach haben wir dann einen abenteuerlichen Segelturn gemacht, bei dem jeder mal das Boot steuern durfte. Abends haben wir uns dann am herbergseigenen Grillplatz die selbstgegrillten Würstchen schmecken lassen. Danach gab es dann wieder die tägliche Portion Gute-Nacht-Geschichten.

Am Mittwoch haben wir uns dann wieder mit Fußball und Volleyball sportlich betätigt. Nachmittags waren wir dann zuerst im Strandbad Schwimmen und danach an der "Edersee Bergbahn" Minigolf spielen. Am Abend gab es dann ein Blitzturnier bei dem Tristan von uns Vieren am besten abschnitt. Vor dem Schlafengehen wie immer von Paddy und Pinne Gute-Nacht-Geschichten.

Am nächsten Tag waren wir dann in einer Wasserspielwelt an der Ederseestaumauer mit Wasserrädern und Schleusen und natürlich mit viel Wasser. Danach waren wir noch in einem Wildpark (einem Tierpark mit heimischen Tieren) und haben uns eine tolle Greifvogelshow angeguckt. Da diese beiden Parks aber genau auf der anderen seite des Sees lagen mußten wir mit dem Schiff fahren. Abends gab es dann in der Jugendherberge noch eine Disco, die allerdings nicht so toll war, weil es mehr eine Kinderdisco war. Leider gab es wegen der Disco auch keine Gute-Nacht-Geschichten. Doch wir staunten nicht schlecht als dann nach ein paar Minuten Ulla in unserem Zimmer stand und sagte, daß wir jetzt eine Nachtwanderung machen. Die Nachtwanderung war lustig und wir fielen danach erschöpft ins Bett.

Am letzten Tag machten wir noch ein paar Gemeinschaftsspiele und sammelten Holz für das Lagerfeuer, daß am Abend stattfinden sollte. Leider wurde dieser Tag nicht mehr ganz so lustig, weil die Schachspieler aus Erfurt am Morgen schon abfuhren. Aber dafür kam am späten Nachmittag unser Trainer Herr Rätsch, der uns am nächsten Tag nach Hause fuhr.

Die vier Berliner am Lagerfeuer (rechts)

Am Morgen des Abfahrtages waren wir alle sehr traurig, daß wir wieder nach Hause mußten. wir verabschiedeten uns also von unseren Betreuern und neu gewonnenen Freunden und hofften, daß wir uns bald wiedersehen würden. Herr Rätsch fuhr uns dann nach Berlin zurück, wo wir dann abends um sechs Uhr ankamen.

Von Florian Heims

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08.09.99